Für ein lebenswertes Donaufeld


 

Stadtentwicklung Donaufeld

 

Links: Stellungnahme (Bsp.),Unsere Forderungen, Oase Donaufeld (Gestaltungsvorschlag für den Grünzug), Grünzug auf der Flucht, Medienberichte, Facebook Gruppe, GrünRaum Donaufeld (Grüne), Online Petition (von Elisabeth Marterbauer-Herdin), Donaufeld – Zielgebiet der Stadtentwicklung (Stadt Wien), Unser Donaufeld (stadtland), Gemüseparadies Donaufeld, Petition: Bodenschutz für Wien (StadtFrucht Wien).


Zur Diskussion über den Flächenwidmungsplan

Die BI Donaufeld hat den Plan, dass 6000 Wohnungen im Donaufeld errichtet werden sollen, nie befürwortet. Als jedoch vor ca. sechs Jahren das Leitbild Donaufeld präsentiert wurde und man uns in Aussicht gestellt hat, durch Partizipation noch Verbesserungen zu erreichen, haben wir uns zur Kooperation entschlossen. Mit einem klimaschutzbewussten Energiekonzept, einem innovativen Mobilitätskonzept, mit Grün- und Freiräumen sowie Dachbegrünungen, mit dem Plan, die Gebäude in abgestufter Bauhöhe zu errichten, erschien uns das Leitbild als zukunftsweisend und größtenteils akzeptabel. Der nun veröffentlichte Entwurf für einen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan und vor allem der Umweltbericht enttäuschen und empören uns, weil weder gute Ideen des Leitbildes, wie das Mobilitätskonzept, noch Vorschläge, die im durchaus ansprechend gestalteten Partizipationsprozess entwickelt wurden, in den Planentwurf Nr. 8130 eingeflossen sind. Die Anzahl der Wohnungen ist unverändert hoch, wertvoller Ackerboden wird versiegelt, anstatt angrenzende Gewerbeflächen zu überbauen; Die versprochene N-S-Verbindung zwischen Donaufelder Straße und Alte Donau fehlt. Der Umweltbericht ist extrem oberflächlich und basiert hauptsächlich auf Vermutungen. Es gibt keine ausreichende Analyse der Auswirkungen auf den Verkehr, auf die Luftqualität, auf das Mikroklima in Donaufeld sowie auf das Naherholungsgebiet Alte Donau, wie sie durch die Errichtung von 6 000 Wohnungen zu erwarten sind. Wir danken daher Gabi Tupy, dass sie in der letzten BV-Sitzung den Antrag auf eine UVP für das Donaufeld gestellt hat und schöpfen wieder Hoffnung, dass die noch vorhandene Lebensqualität in Donaufeld nicht ganz zerstört wird.


Flächenwidmung Donaufeld in der öffentlichen Auflage

Vor Ort
1.)
Servicestelle Stadtentwicklung: 1., Rathausstraße 14-16, 1. Stock.
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8-12:30 und Di. und Do. bis 17:30 Uhr.
2.) Bezirksvorstehung Floridsdorf, 21., Am Spitz 1, 2. Stock, Zimmer 206.
Zeit: 11. 5., 18.5. und 8.6. 2017 von 14:30-17:30 Uhr.

Online: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/flaechenwidmung/aktuell/8130.html

Stellungnahmen bis 8. Juni 2017!

Beispiel für eine Stellungnahme!

 


Donaufeld steuert sehenden Auges auf den Verkehrskollaps zu!

Viele DonaufelderInnen klagen bereits heute über unzumutbare Verkehrsbelastungen in der Region. Das Mobilitätskonzept für das Stadtentwicklungsgebiet, welches am 13. 12. 2016 im HdB von (zuständigen) Verkehrsplanern präsentiert wurde, war ernüchternd (erschreckend).
Es wurde großspurig ein „autoreduzierter Stadtteil“ in Aussicht gestellt - vorgelegt wurde jedoch ein antiquiertes und unzureichendes Konzept. Mit diesem kann nicht annähernd das erreicht werden, was man versprochen hat und was für das Donaufeld angesichts der bereits angespannten Verkehrssituation höchst notwendig wäre. Nämlich, dass die neuen Bewohner wenig bis gar nicht mit dem PKW unterwegs sein werden. Falls es nicht noch zu einem Umdenken kommt, wird ein autogerechter Stadtteil entstehen, der die typischen Autobesitzer anzieht, die dann angesichts mangelnder Mobilitäts-Alternativen kaum mehr umgestimmt werden können, andere Mobilitätsformen zu wählen. Das heißt für das Donaufeld: Stau, in dem dann auch die Öffis, die Einsatzfahrzeuge, der Wirtschaftsverkehr etc. auf der Donaufelder Straße stehen, sowie massive CO2- und Feinstaub-Belastung für die Anrainer. Würde BV Papai wirklich eine erträgliche Verkehrssituation in Donaufeld am Herzen liegen, so müsste er sich vehement für eine akzeptable Busverbindung einsetzen und nicht für den Bau von Tiefgaragen. BV Papai trägt somit die Verantwortung, wenn die Verkehrssituation in Donaufeld schon nach der ersten Bauphase unerträglich wird. Es entsteht der Eindruck, dass es BV Papai nur um eine politische Machtdemonstration geht. Die Lebensqualität in Donaufeld ist ihm offenbar gleichgültig.


Ausstellung und Runder Tisch zur ersten Entwicklungsphase

Am 20. und 21. Oktober 2016 fand bei der Infobox die Ausstellung der Pläne für die erste Entwicklungsphase des Zielgebietes Donaufeld entlang der Dückegasse statt. Die Projektkoordinatorin DI Susanne Fabian und DI Anna Spreitzer von der MA 21, Christina Kirchmair, BSc. und DI Philip Krassnitzer vom Planungsbüro stadtland und DI Martin Niegl vom Verkehrsplanungsbüro Komobile stellten den städtebauliche Rahmenplan und das Mobilitäts- und Freiraumkonzept vor und standen für Gespräche zur Verfügung.
Beim Runden Tisch zur ersten Entwicklungsphase am 11. November 2016 wurde dann im Haus der Begegnung Floridsdorf unter der Leitung von DI Herbert Bork vom Planungsbüro stadtland in erster Linie über den aktuellen Stand des Projektes, den weiteren Planungs- und Umsetzungsprozess sowie die konkrete Bebauung mit DI Susanne Fabian von der MA21 und DI Markus Vogl von querkraft Architekten diskutiert.
Bei beiden Gelegenheiten haben AnrainerInnen kritische Fragen und Anregungen bezüglich Bauhöhe, Dichte, Abstufung zu Bestandsgebäuden, Parkgaragen, öffentlichem Verkehr, Grünflächen und bezüglich des zeitlichen Horizonts der Bebauung vorgebracht.

Besonders kritisch wurde angemerkt, dass außer der Verlegung eines Radweges kaum Vorschläge aus der ersten Phase der Beteiligung in die Pläne eingeflossen sei. Frau Fabian räumte ein, dass die geplante frühzeitige Nord-Süd-Durchwegung leider nicht gelungen ist, dass aber etwa zu den bestehenden Wohnbauten abgestufte Höhenentwicklungen eingeplant wurden. Überdies würden viele der Vorhaben erst im Zuge der städtebaulichen Wettbewerbe umgesetzt.

Es wurde angeregt, dass weitere autofreie Siedlungen errichtet werden, und insbesondere wurde Kritik am geänderten Garagenkonzept geübt, das nun zusätzlich zu den 1800 Stellplätzen an den Mobility Points ebenso viele Stellplätze in Tiefgaragen vorsieht, und damit die ohnehin schon sehr angespannte Verkehrssituation in Donaufeld noch stärker belasten wird. Frau Fabian entgegnete darauf, dass dieser Kompromiss immer noch ein verhältnismäßig ambitionierter Plan sei, da es am anderen Ende des Spektrums auch die Forderung nach viel mehr Garagenplätzen gäbe.
Zusätzlich ist das Mobilitätskonzept aber auch noch dadurch gefährdet, dass der geplante Bus in der ersten Entwicklungsphase nur entlang der Dückegasse fahren soll, wo die Tiefgaragen geplant sind, während die Mobility Points aus verkehrstechnischen Gründen nicht angesteuert werden. Um zu verhindern, dass die neuen BewohnerInnen gleich nach der Übersiedlung zur Verwendung des Autos gedrängt werden, was in der Folge möglicherweise den Ruf nach zusätzlichen Stellplätzen nach sich ziehen könnte, sollte hier rasch eine Lösung gefunden werden, wie etwa ein vorgezogener Betrieb des 33 A über Nordmanngasse in die verlängerte Arakawastraße, oder ein Kleinbus, als Shuttleverbindung zum Zentrum Kagran, der keine aufwändigen Straßenausbauten notwendig machen würde.
Auf die Kritik, dass in einem Auto-reduzierten Stadtteil derart breite Straßenquerschnitte mit mehreren Richtungsfahrspuren geplant seien, wurde entgegnet, dass diese Straßengestaltung nur bei den großen Aufschließungsstraßen geplant sei, während sonst überall Straßen ohne Niveauunterschiede mit hoher Aufenthaltsqualität geplant seien. Parken an der Oberfläche ist nicht vorgesehen (ausgenommen Ladetätigkeit).

Auf die Forderung nach einer Überbauung von Gewerbeparks (Bsp. Auhof) anstatt der Versiegelung fruchtbarer Böden wurde entgegnet, dass das sehr langwieriger und komplizierter Verhandlungen bedarf, da die Gewerbebetriebe nach der gültigen Rechtslage ja nicht dazu gezwungen werden können.
Sorge besteht auch um die geplanten Qualitäten im neuen Stadtteil, die aus heutiger Sicht aufgrund der vielen zusätzlichen Verpflichtungen der Bauträger aus den städtebaulichen Verträgen zur Finanzierung der gesamten Infrastruktur gefährdet scheinen. Hier wurde zugesichert, dass die Qualitäten (wie z. B. Dachbegrünungen, großzügige Freiflächen zwischen den Baufeldern, u.a.) in den Bauträgerwettbewerben vorgeschrieben werden. Zur geplanten Dichte im Ereignisband wurde festgehalten, dass im Donaufeld kein neues Zentrum geschaffen werden soll, sondern nur eine lebendige Verbindungsachse mit höheren Erdgeschosszonen für Lokale und Gewerbebetriebe zwischen den regionalen Zentren Floridsdorf und Kagran.

Der bisher größte Erfolg ist sicher der zentrale Grünzug, der in ungeschmälertem Umfang in den Plänen erhalten blieb. Weitere große Herausforderungen bleiben aber die Finanzierung des Ankaufs der Grünflächen, eine durchgängige Nord-Süd-Durchwegung, die geringe Breite des westlichen Grünzugs, der Erhalt der Gemüseproduktion, eine verträgliche Baudichte und angepasste Bauhöhe.

Noch im Dezember soll dann der nächste Runde Tisch zum Mobilitätskonzept stattfinden.

Fotos zur Ausstellung und zum Runden Tisch

Bericht zum Runden Tisch auf der Website des Beteiligungsprozesses


Zwischenbilanz zum Beteiligungsverfahren

Nachdem der Beteiligungsprozess Donaufeld bereits seit Dezember 2015 pausiert, sind Befürchtungen laut geworden, dass der Bericht zurück gehalten, oder im Sinne der Baulobby "überarbeitet" würde. Nach der Veröffentlichung des Berichts vor wenigen Wochen auf der Website der Stadt Wien können wir aber erfreut feststellen, dass es dem Planungsbüro stadtland sehr gut gelungen ist, die Stimmung unter den Beteiligten wiederzugeben. Die vorliegende Dokumentation bildet in ausgewogener Weise die unterschiedlichen Positionen der Beteiligten ab. Wir werden uns jetzt dafür einsetzen, dass das Engagement der BürgerInnen auch entsprechend gewürdigt wird, und die zentralen Forderungen in angemessener Weise in die anstehende Flächenwidmung für den Ostteil des Gebietes, die im Laufe des Jahres 2016 gestartet wird (Beschluss voraussichtlich 2017), einfließen.

Da inzwischen auch schon eine Fortsetzung des Beteiligungsverfahrens zugesichert wurde, erwarten wir, dass die Neuausschreibung des Auftrages, die Forderungen der AnrainerInnen widerspiegeln sollte. Ab Sommer werden dann die Diskussionen über die konkrete Ausgestaltung von Neu-Donaufeld weiter gehen, bei denen wir konkrete Vorschläge zu öffentlichem Raum und Durchwegung, zu urbaner Landwirtschaft, zur Bebauungsdichte u.v.a.m erwarten.

Die zentralen Forderungen der AnrainerInnen

  • Wir fordern volle Transparenz (Veröffentlichung aller Pläne) und eine substantielle Modifikation der Pläne in Richtung der Forderung der AnrainerInnen.
  • Öffentliche Information und eine offene Diskussion der geplanten Flächenwidmungen noch vor Beginn des offiziellen Widmungsverfahrens.
  • Eine deutliche Reduktion der Anzahl der geplanten Wohnungen und damit auch der baulichen Dichte. Ersatz: Überbauung von Gewerbeparks und Dachbodenausbau.
  • Der zentrale und durchgängige Grünzug Donaufeld soll mindestens 1/3 der Fläche des Stadtentwicklungsgebietes als unversiegelte und öffentlich zugängliche Grünfläche umfassen.
  • Rascher Erwerb der Grundstücke für den Grünzug noch vor der Bauland-Widmung!
  • Erhalt des Donaufelds als letzes Gemüsefeld im urbanen Raum auf hervorragendem Boden zur Nahversorgung mit regionalen Produkten und der lokalen Resilienz.
  • Förderung von Nachbarschaftsgärten und Selbsterntefeldern.
  • Vermeidung von Verkehr! Nahversorgung, Naherholung (Stadt der kurzen Wege).
  • Mobility Points (mit ÖV, Zentralgaragen, Car-Sharing und Leihrädern). Offene Diskussion des Stellplatzkonzeptes.

Damit auch unsere Kinder ein lebenswertes Donaufeld von uns erben!

 

--

 

Gesund in Donaufeld

Am 16. September 2015 fand beim Infocontainer Ecke Dückegasse/ An der Schanze eine Veranstaltung zum Thema "Gesund in Donaufeld" statt. Anwesend waren Anna Karall und Evelyn Weber (Initiative Donaufeld), ein Anrainer, die Referentinnen Monika Bader(Gesundheitsreferentin der Wiener Gesundheitsförderung) und Ulrike Fleischanderl (Projektbüro "Ihre gesunde Idee für den Bezirk") sowie als Vertreter für den Veranstalter "stadtland" Philip Krassnitzer.Die Referentinnen informierten uns, dass Floridsdorf, neben dem 2.,5.,10.,16.,20., und 22. Bezirk, für das Projekt "Gesunder Bezirk" ausgewählt wurde. Dadurch wird Organisationen aber auch engagierten Personen ab dem 14. Lbj. durch finanzielle Unterstützung die Möglichkeit gegeben, gesundheitsfördernde Projekte (Aktivitäten, die Ernährung, Bewegung, seelische Gesundheit etc. betreffen) in ihrem Grätzel umzusetzen. Ein tolles Angebot, das man nutzen sollte. Nähere Info siehe www.gesundebezirke.at.
Im Anschluss an den Vortrag wurde von den drei anwesenden DonaufelderInnen artikuliert, dass die Ankündigung des Vortrags mit dem Thema "Gesund in Donaufeld" eher Verärgerung als Interesse hervorgerufen hat. Viele sind deshalb auch nicht gekommen. Denn es liegt doch auf der Hand, dass die einzige gesundheitsfördernde Maßnahme die Erhaltung des Donaufelds als grüne Lunge ist. Die Belastung der Anrainer mit Lärm-, Feinstaub und Abgasen in den nächsten 20 Jahren, der Verlust eines äußerst wertvollen Bodens und somit der Nahversorgung mit gesundem Obst und Gemüse, der Verlust der Weite und eines Naherholungsgebietes, welches zur Kühlung an heißen Sommertagen fehlen wird, das alles wird die Gesundheit der DonaufelderInnen beeinträchtigen. Es ist sogar zu befürchten, dass die Qualitäten des Leitbildes nicht umgesetzt werden, von der Forderung, dass der Grünzug 1/3 des Stadtentwicklungsgebietes ausmachen soll, sowie von mikroklimafördernden Dach- und Fassadenbegrünungen ganz zu schweigen. Hingegen wird an der Idee, 6000 Wohnungen müssen auf dem Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld gebaut werden, festgehalten. Anstatt den Plan zu korrigieren und den Gewerbepark, der an der Donaufelder Straße/B3 liegt, zu überbauen und dort Wohnungen zu schaffen, um dadurch mehr Grünfläche im Donaufeld erhalten zu können.

 

--


Infostand am Parkfest

Am Samstag, 12. September 2015 waren wir beim Fest der Grünen im Kirschblütenpark mit einem eigenen Informationsstand vertreten. Neben den kulinarischen Genüssen von regionalen Biobetrieben und dem schönen Musikprogramm des "Nordbahnbundchors" und "Ruzsa Nikolic-Lakatos & Ethno Experience" konnten sich viele Interessierte nicht nur mit PolitikerInnen unterhalten und viele verschiedene Initiativen kennenlernen, sondern sich auch über die Pläne der Stadt für Donaufeld und unsere Aktivitäten informieren. Viele trugen sich in die InteressentInnenliste der Initiative Donaufeld ein, um auch in Zukunft über die weiteren Entwicklungen informiert zu werden. Unsere Sprecherin Evelyn Weber nutzte die Gelegenheit um unsere Positionen zu Verkehr und Stadtplanung in Donaufeld in einem kurzen Statement zu präsentieren.

Als Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou unseren Stand besuchte, nutzten wir diese Chance nicht nur zum Gespräch über unsere Anliegen, sondern auch, um ihr einen Brief mit dem aktualisierten Forderungskatalog zu übergeben, in dem auch schon die bisherigen Erfahrungen und die vorläufigen Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsverfahrens Donaufeld einflossen.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie auch auf https://donaufeld.wordpress.com/.

--

Die Initiative Gemüseparadies Donaufeld ist bereits mehrmals im Beteiligungsverfahren Donaufeld in Erscheinung getreten. Jetzt ist auch der Blog online!

Inzwischen ist auch die Petition: Bodenschutz für Wien von SadtFrucht Wien online gegangen. Dabei wird auch das Donaufeld als besonders wertvoller Boden genannt. Sie können hier unterschreiben.

--

Berichte über den Besuch von Joachim Vallant vom wohnfonds_wien bei der Infobox Donaufeld am Mittwoch, den 15. Juli 2015 finden Sie am Blog GrünRaum Donaufeld (Grüne) am Blog Unser Donaufeld von stadtland.

--

Workshop "Was würde Otto tun?" zu baulicher Dichte

 

Am Donnerstag den 2. Juli 2015 fand der Workshop zur baulichen Dichte in Donaufeld mit Markus Vogl vom Architekturbüro querkraft bei der Infobox Donaufeld statt.

Herr Vogl versuchte in seinem Statement zuerst die aktuelle Stadtteilplanung anhand von Beispielen aus anderen Städten zu erklären, wo teilweise von den BürgerInnen Nachverdichtung gefordert wird, weil die Menschen mehr Wohnraum brauchen. In Donaufeld bestehe die Chance, einen Stadtteil zu entwickeln, der trotz der geplanten 6000 Wohnungen immer noch einen hohen Anteil an Grün- und Freiräumen aufweist. In anderen Städten würde die gleiche Fläche mit mindestens 8000 Wohnungen bebaut.
Aus dem Publikum kamen Forderungen nach wesentlich geringerer Dichte, mehr unversiegeltem Grünraum, oder die Bebauung gänzlich zu unterlassen. Letztere Forderung wurde von Frau Tulla, die selbst eine Streuobstwiese im Donaufeld der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt, mit einer sehr eindrucksvollen Aktion untermauert. Sie stellte mit ihren Unterstützerinnen vier Kisten mit bestem Donaufelder Gemüse auf den Tisch, forderte die Anwesenden auf, sich zu bedienen und verteilte ihre "Idee für den künftigen Grün- und Freiraum im Donaufeld".
Einhellig wurde festgestellot, dass auch die besten Pläne im Zuge der Realisierung oft verwässert oder zerstört werden. Daher wäre es sinnvoll, auch die Wohnbauträger in den Partizipationsprozess einzubinden.
Im zweiten Teil des Workshops konnten sich die TeilnehmerInnen an der Modellierung der zukünftigen Bebauung in klassischer Blockbauweise, aber auch in aufgelockerter Bebauung versuchen. Dabei zeigte sich schließlich, dass in jeder der durchgespielten Varianten (auch unterschiedliche Bauhöhen) am Ende eine sehr hohe Dichte feststellbar war. Wenn das so realisiert wird, stellt sich die Frage, ob das dann tatsächlich ein attraktiver Stadtteil wird?



Markus Vogl


Wie auch immer man die Bauklötze schlichtet: Am Ende ist es sehr dicht!!


Gemeinsam wird Kubatur geschichtet und verschoben


Frau Tulla möchte lieber weiter das gute Gemüse vom Donaufeld

 


Feldvorlesung Mobilität zum Thema "Ein optimal beradelbarer Stadtteil"

Am Freitag, 26. Juni 2015 fand eine weitere Feldvorlesung Mobilität zum Thema "Ein optimal beradelbarer Stadtteil" mit Wolfgang Aichinger, Berater für nachhaltige Mobilität in Berlin und Thomas Berger, MA18 bei der Infobox Donaufeld an der Ecke Dückegasse/An der Schanze statt.

Wolfgang Aichinger sprach zum Thema „Radfreundliche Stadtteilentwicklung“ und zeigte anhand von Best-Practice-Beispielen die Anforderungen an eine radfahrerInnenfreundliche Infrastruktur. Thomas Berger von der MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung referierte über die übergeordneten Radverkehrsplanung Wiens sowie Strategien um Wien für RadfahrerInnen attraktiver zu gestalten.

Von Seiten der TeilnehmerInnen wurde unter anderem auf das Problem der Bodenversiegelung im Grünzug durch die breiten Radwege hingewiesen. Ansonsten bestand in diesem Forum weitgehend Konsens über die vorliegenden Pläne.

 

3. Impulsveranstaltung zum Thema "Grün- und Freiräume im neuen Stadtteil Donaufeld"

Am Mittwoch, 24. Juni 2015 fand die 3. Impulsveranstaltung zum Stadtenwicklungsgebiet mit dem Thema "Grün- und Freiräume im neuen Stadtteil Donaufeld" bei der Infobox an der Ecke Dückegasse/An der Schanze statt.

Die TeilnehmerInnen konnten Ihre Vorschläge und Prioritäten zu folgenden Fragen deponieren: Worauf gilt es bei der Gestaltung der Öffentlichen Grün- und Freiräume zu achten? Wem gehört der Straßenraum? Wie wird die Straße zum Aufenthaltsort? Unberührte Natur oder Englischer Garten, welchen Charakter soll der Grünzug in Zukunft haben? Und welche Nutzungen sollen hier Platz finden? Was braucht es, damit ich mich im Öffentlichen Raum gerne aufhalte?

Aufgrund der geringen Konfliktträchtigkeit des Themas (Umfang und Verfügbarkeit der Flächen standen diesmal nicht zur Diskussion) lief die Veranstaltung in sehr entspannter Atmosphäre ab. Es zeichnete sich eine ganz klare Priorität der AnrainerInnen für eine möglichst naturnahe und fußgängerInnenfreundliche Ausgestaltung der öffentlichen Räume ab.

.

 

Planungen an der Oberen Alten Donau

Am 3. Juni 2015 fand ein Gespräch zum Thema "Information zu den Planungen an der Oberen Alten Donau" mit Thomas Ofenböck von der MA 45 – Wiener Gewässer, Gruppe Wasserwirtschaft und Hydrologie bei der Infobox Donaufeld an der Ecke Dückegasse/An der Schanze statt. Ein ausführlicher Bericht unserer Sprecherin Anna Karall steht auf https://donaufeld.wordpress.com.


Heiße Diskussionen beim Runden Tisch zum Grünzug Donaufeld


Am Do., 7. Mai 2015 fand der zweite Runde Tisch zum Thema “Grünzug und öffentlicher Freiraum im Donaufeld” statt. GR Christoph Chorherr, BV-Stellvertreterin Ilse Fitzbauer diskutierten mit Herbert Bork vom Planungsbüro stadtland und vielen AnrainerInnen und Interessierten über das Grünraumkonzept im Stadtentwicklungsgebiet. Außerdem standen noch Fachbereichsleiter Herbert Weidinger vom Forstamt und Dezernatsleiterin Susanne Fabian von der MA 21 für Auskünfte zur Verfügung.

Von Anfang an kam es zu sehr kontroversiellen Diskussionen über den Umfang des Grünzugs und die Verfügbarkeit der Grundstücke. Es wurde bemängelt, dass der Grünzug im Laufe der Planung bereits mehrmals verdrängt und beschnitten wurde, da Wohnbauträger dort Grundstücke besitzen (Präsentation über die sukzessive Verdrängung des Grünzugs hier!). Außerdem wurde beklagt, dass auch die Flächen für die diversen Plätze und Wege versiegelt werden und daher der Anteil von echten Grünflächen am sogenannten "Grünzug" weit geringer ist, als die kolportierten 14 ha, die in Wirklichkeit nicht einmal 22 % wären und nicht das behauptete Viertel. Eingezwängt zwischen Grundstücken von Wohnbauträgern, Wegen und Plätzen besteht die Gefahr, dass nicht viel mehr als eine schmale Allee übrigbleibt. Um die allseits geschätzte Qualität, die Weite des Donaufelds zu sichern, müsste jedenfalls nach Meinung vieler TeilnehmerInnen weit größere Flächen als Grünland erhalten bleiben.
Besonders emotional wurde die Diskussion, als EigentümerInnen von Grundstücken am geplanten Grünzug berichteten, dass sie zwar registrierten, dass der Grünzug teilweise über ihre Hauser hinweg geplant wurde, sie aber noch kein Kaufangebot vom Magistrat erhalten haben, ja noch nicht einmal von der Stadt Wien kontaktiert oder über die Pläne informiert wurden, dabei hängt der südliche Zugang vom Drygalskiweg und Oberer Alter Donau von ganz wenigen Grundstücken ab.
Christoph Chorherr betonte, dass die Pläne für das Donaufeld in einem Diskussionsprozess mit den AnrainerInnen entwickelt werden, in dem alle Beteiligten voneinander lernen, auch Politik und Verwaltung würden von den AnrainerInnen lernen.
Am Ende der Veranstaltung verwies noch eine Teilnehmerin auf die erhaltenswerte Qualität des äußerst fruchtbaren Schwarzerdeboden hin, und überreichte Herrn Chorherr in einer symbolischen Geste ein Glas Erde aus ihrem Garten im Donaufeld.


Zum Öffnen der Fotos in höherer Auflösung bitte auf die Miniaturbilder klicken!


Erster Schritt zum Grünzug Donaufeld

auf Basis privater Initiative getan!

Steuobstwiese Schönwälder von Frau Tulla eröffnet

 

Bei strahlendem Sonnenschein waren am 11. April 2015 NachbarInnen, FreundInnen und Interessierte auf das Grundstück Donaufelder Straße 122 geladen. Die Eigentümerin und Gastgeberin, Frau Mag. Elisabeth Tulla hat dieses Grundstück nicht an den Meistbietenden verkauft, sondern ganz im Sinne der Vorbesitzerin, Frau Mag. Johanna Schönwälder als Obstgarten für die nächsten Generationen gesichert. Zur feierlichen Eröffnung sprachen neben Frau Tulla auch BV Georg Papai, die Klubobfrau der Grünen, Frau Mag. Susi Dietl und der Pfarrer der Herz Jesu Kirche Töllergasse gab den Segen dazu. Frau Tulla appellierte an die Verantwortlichen, die besonders fruchtbare Schwarzerde von Donaufeld nicht vollständig unter Wohnbauten zu vergraben: "Herr Bezirksvorsteher! Schön, dass der Bisamberg, der Marchfeldkanal unter Schutz steht. Stellen Sie doch auch das Donaufeld unter Schutz!" Danach führte sie ihre Gäste über das Grundstück, das direkt am geplanten Grünzug Donaufeld liegt, hinunter bis ans südliche Ende, das nur noch wenige Meter von der Nordmanngasse entfernt ist. Anschließend konnten sich die Gäste noch bei Brot, fruchtigen Marmeladen und Getränken stärken.

Filmbericht auf tv21.at.

Ein ausführlicher Bericht steht auch im GrünRaum Donaufeld.


Kommt die Bürgerbeteiligung doch noch in Schwung?

In den letzten Wochen haben mehrere Veranstaltungen zum Donaufeld stattgefunden. Leider werden im Rathaus wichtige Entscheidungen trotz vieler Bekenntnisse zur Bürgerbeteiligung weiter unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefällt, wie bei der 2. Sitzung der Lenkungsgruppe zum Leitbild Donaufeld am 25. Februar. Wir würden wenigstens gerne etwas über die Ergebnisse erfahren.

Das Planungsbüro stadtland hat sich monatelang vergeblich bemüht, in Donaufeld eine Fläche für einen längerfristigen Nachbarschaftsgarten zu bekommen. Seit 7.März 2015 wird jetzt (leider nur auf ein Jahr befristet) am Begegnungsort "gegartlt". Nachbarschaftsgärten erleben derzeit einen weltweiten Boom. Gerade die Gemüseregion Donaufeld darf diesen Zug der Zeit nicht verpassen.


Aufgrund der Kritik, dass bisher nur Information, aber keine Beteiligung an der konkreten Planung stattgefunden hat, wurde am 9. März 2015 der erste Runde Tisch Donaufeld als zusätzliche Diskussionsplattform zum Stadtentwicklungsgebiet installiert. Die Gemeinderätin der Grünen, Jennifer Kickert, und der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai sprachen sich für eine Klarstellung der Bereiche aus, die partizipativ ausgehandelt werden sollen. Leider ist die Anzahl von 6.000 Wohnungen wieder einmal als nicht verhandelbar bezeichnet worden, was natürlich zu Widerspruch bei den TeilnehmerInnen führte, da sowohl die Verkehrs- als auch die Freizeitinfrastruktur an die Grenzen der Belastbarkeit stößt.
Besonders erfreulich war die klare Stellungnahme von BV Papai für den Grünzug: Er versicherte, dass auf keinen Fall mit dem Bau begonnen wird, wenn nicht zumindest der Großteil des Grünzugs gesichert ist!
Die wohl schönste Wortmeldung kam von einer Teilnehmerin, die ein Grundstück am Grünzug besitzt und dieses nicht zum Höchstpreis verkaufen will, sondern erfreulicherweise als Streuobstwiese zugänglich macht. Sie hat nun aber berechtigte Sorge, dass nebenan Bauklasse 3 gewidmet wird, und dann das notwendige Sonnenlicht fehlt, was bei den weiteren Planungen unbedingt zu vermeiden ist.


Am 21. März 2015 fand dann die Impulsveranstaltung "Bauen und Wohnen im neuen Stadtteil Donaufeld" am Begegnungsort statt. Die TeilnehmerInnen konnten sich an mehreren Thementischen über die Praxis in anderen Stadtteilen informieren und dann ihre eigenen Prioritäten schriftlich deponieren. Dabei wurde besonders der "leistbare" Wohnraum, begrünte Dachflächen, ökologische Bauweise, Generationenwohnen o.ä. und Baugruppen gefordert. Außerdem wurde neuerlich die Notwendigkeit von Grün- und Freiflächen für Erholung, Sport, Jugendliche und Nachbarschaftsgärten hervorgehoben.

 

!!Ohne die Realisierung des Grünzugs Donaufeld geht gar nix!!


 

Auseinandersetzung um Bürgerbeteiligung und Grünzug Donaufeld spitzt sich zu!

Sowohl bei der Sprechstunde des Bezirksvorstehers im Café Till Eulenspiegel am Do., 22.1. als auch bei unserem Informationsstand zum Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld am Sa., 24. 1. waren die Themen Bürgerbeteiligung bei der Stadtentwicklung und Grünzug ein zentrales Anliegen der Beteiligten. Die Donaufelder Bürgerinnen und Bürger forderten beim Informationsstand mit Nachdruck die Sicherung und Realisierung des öffentlich zugänglichen Grünzugs Donaufeld in vollem Umfang und eine konkrete Beteiligung an den Planungen.
BV Papai sprach sich bei seiner Sprechstunde zwar für die Verwirklichung des Grünzugs aus, äußerte aber Zweifel daran, dass er realisiert werden könne, da der Bezirk Floridsdorf aus budgetären Gründen keinen Beitrag leisten könne. Er betonte, dass er "nichts versprechen wolle, was er nicht halten könne!" Natürlich erwartet kein Mensch irgendwelche unseriösen Versprechungen, aber bei unserem Informationsstand war völlig unzweifelhaft, dass sich die Anrainerinnen und Anrainer den vollen Einsatz des Bezirksvorstehers für ein Maximum an Grünflächen erwarten. Fragwürdig finden wir auch den Umstand, dass Papai die Realisierung des Leitbildes in Frage gestellt hat. Warum wird denn dann all unser Steuergeld für die Planungsarbeit ausgegeben, wenn den Plänen schon im Vorfeld jegliche Verbindlichkeit abgesprochen wird, während einzig die Realisierung von mindesten 6000 Wohnungen in Beton gegossen wird.
Viele der Anrainerinnen und Anrainer, die zu unserem Informationsstand kamen, waren bisher noch gar nicht über die Pläne für das Donaufeld informiert, zeigten sich aber sehr interessiert. Den Informationscontainer der MA 21 für das Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld haben viele noch gar nicht wahrgenommen oder als Werbefläche der Stadt interpretiert, während andere sich sehr unzufrieden über Standort (An der Schanze) und Öffnungszeiten zeigten.
Die Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Ilse Fitzbauer betonte im Gespräch bei unserem Informationsstand, dass eine Widmung des Grünzugs als Schutzgebiet vollkommen außer Streit stehe, und dass danach ein Ankauf zum Grünlandpreis realistischer sei. Das entspricht zwar auch noch nicht ganz unseren Forderungen, aber signalisiert doch klar die Absicht zur Realisierung des Grünzugs. Frau Fitzbauer bemängelte außerdem genauso wie wir, dass bisher noch keine Bürgerbeteiligung im Planungsverfahren stattgefunden hat. Inzwischen scheint sich aber doch ein kleiner Erfolg abzuzeichnen. Die Stadtplanung signalisierte uns nun doch ihre Bereitschaft zu mehr Partizipation im Planungsverfahren. Die Donaufelder Bevölkerung erwartet jedenfalls nicht nur Information und unverbindliche Diskussion über die Entwicklungspläne. Wir brauchen ein ergebnisoffenes Beteiligungsverfahren mit konkreter Teilnahme an allen Entscheidungen der einzelnen Entwicklungsschritte! Nur wenn eine wirklich substantielle Partizipation erfolgt, werden die Menschen auch die Ergebnisse der Planungen akzeptieren!

Wir erwarten gespannt ein konkretes Angebot von Seiten der Stadtplanungspolitik.


 

Feldvorlesung "Zukunftsfähige Mobilität im neuen Stadtteil"

Im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens zum Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld fanden am 12. November 2014 in der Pizzeria Maddalena Vorträge von DI Dr. Harald Frey (TU Wien) und DI Gregory Telepak (MA 18) zur urbanen Mobilität im Allgemeinen und zur Entwicklung der Mobilität in Wien statt. Da bisher außer den großen Informationsveranstaltungen im Haus der Begegnung nur informelle Veranstaltungen stattgefunden haben, war für diese erste substantielle Auseinandersetzung im Partizipationsprozess die Erwartungshaltung im Publikum sehr hoch.

Herr Frey vom Forschungsbereich für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU Wien stellte in seinem Vortrag sehr anschaulich die Veränderung des Sozialverhaltens im öffentlichen Raum dar, die mit der zunehmenden Dominanz des Automobils einherging. Er präsentierte aber auch Modelle von zukunftweisender Mobilität, die den Bewohnern wieder eine vielfältigere Nutzung des öffentlichen Raums ohne Gefährdung durch den KFZ-Verkehr ermöglicht. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei auch die Aufhebung des Standortvorteils der Autos durch die Errichtung von Sammelgaragen in gleicher Entfernung von den Wohnhäusern wie der öffentliche Verkehr. Dazu gab es erwartungsgemäß Widerspruch aus der Zuhörerschaft, der sich auch BV Georg Papai anschloss, der gegen die von ihm so genannte "Monokultur von Hochgarage" auftrat. Wie der öffentliche Raum auf den Alltagswegen zwischen Tiefgarage und Wohnung belebt werden sollte, lässt diese Position aber leider offen. Papai meinte dann außerdem, dass 1.800 PKW-Stellplätze für 6.000 Wohnungen viel zu wenig wären. Von Seiten der Verkehrsinitiative Donaufeld wurde dazu festgehalten, dass die Donaufelder Bevölkerung bereits heute stark unter der Überlastung durch den Verkehr leidet. Eigentlich sollten ja gerade die AutofahrerInnen eine möglichst geringe zusätzliche Belastung befürworten, da jedes zusätzliche Auto in Donaufeld bedeutet, dass man noch länger im Stau steht.
Im Gegensatz zu der Darstellung der kalten Utopie der autogerechten Stadt wirkte die Abbildung einer lebendigen, stark begrünten Siedlung ohne Autos im direkten Wohnumfeld sehr sympathisch.

Herr Telepak von der MA 18 (u.a. zuständig für die Erstellung des Fachkonzepts Mobilität Wien zum STEP 2025) konzentrierte sich in seinem Vortrag auf die Verkehrsentwicklung in Wien. Der Modal Split veränderte sich bereit in den letzten Jahrzehnten zugunsten des Umweltverbundes, und in den nächsten Jahren wird eine Reduktion des Anteils des KFZ-Verkehrs auf 20% angestrebt. Dazu sind aber auch weitere Anstrengungen wie ein gezieltes Mobilitätsmanagement in den neuen Stadtentwicklungsgebieten notwendig.

Neben den Verkehrsthemen wurden aber auch andere wichtige Fragen wie die Anzahl der geplanten Wohnungen und die Bauhöhe angesprochen. Dazu verwies Herbert Bork vom Planungsbüro stadtland auf weitere geplante Veranstaltungen.

 



Kein Baubeginn vor dem Beginn der Realisierung des Grünzugs!

Keine Flächenwidmung bevor konkrete Schritte (Verträge, Budgetierung, ...) zum Erwerb von Grünflächen gesetzt wurden! Wir können nicht akzeptieren, dass der Wohnfonds Flächen ankauft, wo Bausperre gilt, während die Grünflächen auf die lange Bank geschoben werden.

Gespräch mit Stadtrat Michael Ludwig am 4. Juli:

Wir haben gegenüber Wohnbaustadtrat mit Nachdruck auf die Notwendigkeit des raschen Erwerbs der Flächen für den Grünzug Donaufeld durch die MA 69 hingewiesen. Herr Ludwig wies darauf hin, dass zuerst die Flächenwidmung erfolgen müsse, und erst anschließend, nach Maßgabe der Möglichkeiten, Grundstücke angekauft werden könnten. Hier wird offenbar mit unterschiedlichem Maß gemessen, denn während der Wohnfonds Flächen in dem Gebiet erwirbt, in dem derzeit noch Bausperre herrscht, sollen die Flächen für den Grünzug erst nach der erfolgten Widmung von der MA 69 erworben werden. Stadtrat Ludwig wäre gut beraten, sich in allen seinen politischen Funktionen (Stadtsenat, MA 69, Wohnfonds, SPÖ Floridsdorf) für eine frühzeitige Errichtung des Grünzugs Donaufeld einzusetzen!

Politik erkennt die Notwendigkeit des Ankaufs der Flächen für den Grünzug Donaufeld!

Bei der letzten Sitzung der Floridsdorfer Bezirksvertretung am 18. Juni wurde auf Initiative von Andrea Mayrhofer (Neos) beantragt, dass die "zuständigen Stadträtinnen Mag. Maria Vassilakou und Mag. Renate Brauner [...] alle Versuche unternehmen [mögen], die dazu notwendig sind, um sicherzustellen, dass die noch nicht im Eigentum der Stadt Wien befindlichen Grundstücke im Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld, die dem geplanten Grünzug zuzuordnen sind, der Öffentlichkeit ab Realisierung des Projekts zugängig sind."
Der Antrag ist wohl ein Ausdruck dafür, dass Bedarf an Grünflächen trotz Bebauung nun auch von der Politik etwas ernster genommen wird. Andererseits wird dadurch aber auch sichtbar, dass bisher offenbar noch gar keine konkreten Schritte zum Erwerb der Flächen für den Grünzugs gesetzt worden waren.
SPÖ und Grüne sprachen sich in der Debatte für den Antrag aus, während sich die FPÖ in mehreren Stellungnahmen dagegen wandte! Der Antrag wurde schließlich mit der Mehrheit von SPÖ, ÖVP, Grünen und WIFF gegen die Stimmen der FPÖ angenommen.
Unverständlich ist aber, dass der Grünzug nach den aktuellen Plänen ausgerechnet in Donaufeld nicht unter Schutz gestellt werden soll, während der gesamte Rest des Grünkeils vom Marchfeldkanal bis zur Donaufelder Str. im derzeit vorliegenden Plan als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen wird.
Hier muss nachgebessert werden!

Gespräch mit BV Georg Papai und seiner Stellvertreterin Ilse Fitzbauer am 5. Juni:

Auch bei der Florisdsdorfer Bezirksvorstehung haben wir auf den Ankauf der Flächen für den Grünzugs Donaufeld gedrängt. Nachdem Herr Papai auf die Zuständigkeit von Vizebürgermeisterin Vassilakou verwiesen hat haben wir eine stärkere Zusammenarbeit des Stadtsenats gefordert, aber auch um ein stärkeres Engagement des Bezirks ersucht.

Gespräch mit Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou am 20. Mai:

Wir erneuerten unsere Forderung nach mindestens einem Viertel der Fläche für eine geschlossene öffentlich zugängliche Grünfläche. Frau Vassilakou versicherte uns, dass ernsthaft an den konkreten Optionen zur Realisierung des Grünzugs gearbeitet wird, sie ersuchte aber auch darum dass wir uns nicht auf Zahlen (Hektar, Wohnungen) festlegen sollen, sondern zuerst gemeinsam mit den StadtplanerInnen zukünftige Qualitäten formulieren sollen. Das war für uns der Anlass, um auf die Weite von Donaufeld hinzuweisen, eine charakteristische Eigenschaft, die zumindest teilweise erhalten bleiben soll!
Wir haben die Gelegenheit aber auch genützt, um unseren Dank für die professionelle Organisation des Partizipationsverfahrens und unsere Zustimmung zu den verkehrs-, gewerbe- und beschäftigungspolitischen Zielen auszudrücken.

 


Start des Partizipationsprozesses für Donaufeld

Am 9. April 2014 fand die Impulsveranstaltung für die BürgerInnenbeteiligung zum Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld im Haus der Begegnung Floridsdorf statt.

Nach der Präsentation der überarbeiteten Pläne durch Markus Vogl (Architekturbüro querkraft) wurde von Herbert Bork (Stadtplanungsbüro stadtland) der Ablauf des Bürgerbeteiligungsprozesses vorgestellt. Bevor die TeilnehmerInnen in den einzelnen Arbeitsgruppen ihre Ideen einbringen konnten, wurde von VertreterInnen der Bürgerinitiative und AnrainerInnen nochmals die Gelegenheit genützt, auf die Notwendigkeit der frühzeitigen Realisierung des Grünzugs hinzuweisen.

Einen ausführlichen Bericht darüber finden Sie hier!

Die Dokumentation der Veranstaltung durch das Büro stadtland finden Sie hier.


Präsentation des Leitbilds Donaufeld

Start für 2000 neue Wohnungen in Donaufeld, während der Grünzug auf die lange Bank geschoben wird.

Aufgrund des großen Interesses der AnrainerInnen an der Präsentation des Leitbilds Donaufeld am 10. Oktober war das Haus der Begegnung Floridsdorf beinahe überfüllt! Die Planungsbüros querkraft und stadtland stellten ambitionierte Pläne für 6000 Wohnungen in dem bisher vorwiegend landwirtschaftlich genützten Gebiet zwischen Donaufelder Straße, Dückegasse, An der Oberen Alten Donau und Fultonstraße vor. Konkret wurde angekündigt, dass aufgrund der aktuellen Eigentumsverhältnisse zuerst im Osten, entlang der Dückegasse 2000 neue Wohnungen errichtet werden. Aufgrund des derzeitigen Streubesitzes wird der daran angrenzende Grünzug aber noch nicht in Angriff genommen, sondern vorerst nur als Grünland (SWW) gewidmet, und damit de facto auf die lange Bank geschoben (siehe Plan). Man braucht wohl kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass das die Ablehnung der AnrainerInnen hervorruft und in der Folge zu Konflikten führen wird.
Bezirksvorsteher Lehner brach mit seiner Forderung nach besserer KFZ-Infrastruktur eine Lanze für die Autolobby, während die unter den massiven Belastungen des motorisierten Individualverkehrs leidenden AnrainerInnen mehr Autoverkehr in der Region ablehnten.

Die jetzt anstehende Verbauung stellt wohl den größten Eingriff in die gewachsen Struktur von Donaufeld seit der Donauregunierung dar. Wenn die typischen Alleinstellungsmerkmale für Donaufeld, nämlich die Weite der Landschaft und die Gemüseproduktion gänzlich verloren gehen, dann geht damit auch der einzigartige Charakter der Region verloren. Will man dennoch die AnrainerInnen für das Projekt gewinnen, müssen sie in die Entscheidungsprozesse verbindlich einbezogen werden, und für den Verlust der landschaftlichen Weite „entschädigt“ werden. Daher sollte mindestens ein Drittel der Fläche (20 ha) als Grünzug erhalten bleiben, und die konkrete Ausgestaltung (Bäume, Sträucher, Wiesen, „Gstätten“, Biotop, Gemeinschaftsgärten, Selbsterntefelder, u.a.) unbedingt noch vor Baubeginn in Kooperation mit derzeitigen AnrainerInnen und zukünftigen BewohnerInnen begonnen werden. Außerdem ist es wichtig, dass bestehende Gebäude derart in die Gesamtplanung eingefügt werden, dass sie nicht von zu großen Nachbargebäuden „erdrückt“ werden.


Was bisher war:

Der erste Entwurf der Pläne für das Stadtentwicklungs-Zielgebiet Donaufeld ist seit Ende Oktober 2011 fertig gestellt und wird Herbst 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. Auf einer Fläche, die etwas kleiner als der Bezirk Mariahilf ist, sollen Wohnungen für etwa 12.000 Menschen errichtet werden. Das ist im Vergleich zu den fast 30.000 EinwohnerInnen von Mariahilf gar nicht so viel, aber angesichts dessen, dass Donaufeld bisher noch von Landwirtschaft und Gärtnereibetrieben geprägt war, doch ein schwerer Eingriff in die gewachsene Struktur dieses Stadtteils! Sehr viele BewohnerInnen von Donaufeld sind genau deshalb hierher gezogen, weil zwischen Alter Donau, Mühlschüttel, Leopoldau und Kagran eine sehr aufgelockerte Siedlungsstruktur mit relativ hohem Grünanteil und vielen Erholungsmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung gegeben sind.
Andererseits wird in Donaufeld schon länger die hohe Verkehrsbelastung beklagt, die in jüngster Zeit aufgrund von verstärktem Zuzug und Schleichwegverkehr durch die Wohn- und Erholungsgebiete aber auch wegen der Bewilligung von Auto-orientierten Einkaufsflächen (Bsp. Zwischen Donaufelderstraße und Katsushikastraße) zugenommen hat, während der Ausbau des öffentlichen Verkehrs hinterherhinkt.
Es ist daher eine große Herausforderung für die Stadtentwicklung, den Neubau von Wohnungen für 12.000 Menschen so zu gestalten, dass möglichst viel von der vorhandenen Struktur erhalten bleibt, und gleichzeitig die ohnehin schon angespannte Verkehrssituation nicht weiter verschärft wird.

Die Stadtplaner von Querkraft und Stadtland haben diese Herausforderungen im Auftrag der MA 21 B angenommen und ein sehr ambitioniertes Vorhaben präsentiert. Demnach soll der neue Stadtteil nicht fern der gewachsenen Umgebung am Reißbrett entstehen, sondern im Austausch mit AnrainerInnen, Bauträgern und zukünftigen BewohnerInnen aus den bestehenden Strukturen heraus entwickelt werden. Die vorgelegten Pläne markieren derzeit nur ein Netz von Wegen, Grünverbindungen und Knotenpunkten deren konkrete Ausgestaltung noch zur Debatte steht. Dabei wird an die derzeitige landwirtschaftliche Struktur insofern angeknüpft, als auch Gärtnereibetriebe bzw. Selbsterntefelder vorgesehen sind. Der Grüncharakter des Gebietes soll auch durch einen breiten Grünstreifen entlang des geplanten Donaufeldbaches und durch ein Netz von Grünverbindungen und Grünflächen erhalten bleiben. Ein weiteres zentrales Ziel ist die Realisierung der sogenannten „2000 Watt-Gesellschaft“ nach Züricher Vorbild, die einen sparsamen und vor allem einen effizienten Einsatz von Energie in den Haushalten und im Verkehr vorsieht.
Als Verkehrsinitiative begrüßen wir ganz besonders die geplante Minimierung der Verkehrsbelastung! Die Erschließung des Stadtteils durch die neue Straßenbahnlinie 25 von der Fultonstraße über die Nordmanngasse quer durch das Gebiet zur Arakawastraße, durch eine Verlängerung der Buslinie 33 A nach Kagran, aber auch durch großzügig angelegte Geh- und Fahrradverbindungen entspricht einer menschenfreundlichen, zukunftweisenden und klimaschonenden Verkehrsgestaltung. Für KFZ soll es Zufahrtsmöglichkeiten auf Stichstraßen und in Schleifen geben, während die zentral gelegenen Straßen und Plätze den Menschen als Begegnungszonen zur Verfügung stehen. Durch die Errichtung der Parkgaragen an sogenannten „Mobilitätspunkten“, wo auch Haltestellen des öffentlichen Verkehrs und Radverleih geplant sind, soll der Umstieg auf Straßenbahn, Bus oder Fahrrad noch attraktiver werden. Von einem „autoreduzierten“ Stadtteil profitieren alle Beteiligten, sowohl die BewohnerInnen, die von Schadstoffen, Lärm und Unfallrisiko befreit werden, als auch diejenigen, die das KFZ benötigen (Lieferverkehr, Einsatzfahrzeuge, …), da sie weniger Stau zu befürchten haben.

Wenn es gelingt, den Diskussionsprozess mit allen Beteiligten konstruktiv und im Sinne einer Optimierung der Lebenssituation der jetzigen und zukünftigen BewohnerInnen von Donaufeld zu gestalten und aus dem tagespolitischen Hickhack herauszuhalten, könnte hier wirklich ein zukunftsträchtiger Stadtteil entwickelt werden. Dazu muss jedoch gewährleistetet werden, dass die unmittelbar angrenzende Alte Donau kein Ort der Spekulation auf Umwidmungsgewinne und hohe Rendite am Immobilienmarkt werden darf, sondern ein Ort der Erholung für alle WienerInnen bleibt!

 

 

Home