Initiative Donaufeld

 

Klimaschutz

Ein zentrales Anliegen unserer Initiative!

 

Wir fordern, dass zumindest die Klimaschutzmaßnahmen, die im Masterplan Verkehr 2003 und im STEP 05 formuliert wurden, nicht länger hinausgeschoben werden, siehe Klimaschutz in Wien und dort insbesondere die Seite Handlungsfeld Mobilität. Dieses Zögern ist ökologisch fahrlässig und zusätzlich eine Rücksichtslosigkeit gegenüber den nächsten Generationen, welche die Folgen des Klimawandels ertragen und finanzieren müssen.

Wenn jetzt gegensteuernde Maßnahmen gesetzt werden, könnte sich lt. Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb der Temperaturanstieg in Österreich „nur“ um 1,8°C erhöhen. Wenn nichts unternommen wird, muss man mit einer Erhöhung um 3,8°C rechnen. Im schlimmsten Fall sind Hitzeperioden mit mehr als 30°C an bis zu 60 Tagen pro Jahr zu erwarten. Weitere Informationen sind unter „Auswirkungen des Klimawandels auf Wien“ und „Klimawandel-Wieviel Zeit bleibt uns noch“ nachzulesen.

Es ist bekannt, dass NO2-, CH4-, aber vor allem CO2-Emissionen die Erderwärmung antreiben. In Österreich hat der Verkehr zu 25% Anteil an der übermäßigen CO2-Produktion (vgl. u.a. die VCÖ-Studie „Klimasünder Verkehr kann seine Ziele erreichen“)

Eine nachhaltige Form von Mobilität zu finden, ist entscheidend für die Klima- und Energiefrage (Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb).

Wenn sich Stadtrat Schicker rühmt, mit finanzieller Unterstützung den derzeitigen Radverkehrsanteil von 3% bis zum Jahr 2020 auf 8% anheben zu wollen und gleichzeitig die Subventionierung für den Bau von 300 Volksgaragen bis 2010 bewilligt, kann man nicht von nachhaltigen Entscheidungen sprechen. Wenn Parkgebühren in den letzten Jahren weniger erhöht wurden als Fahrkartenpreise für Öffentliche Verkehrsmittel (Studie des Institutes für Verkehrsplanung), ist es unvorstellbar, wie Stadtrat Schicker das Ziel, bis 2020 75% der Mobilität durch Öffentliche Verkehrsmittel abzudecken, erreichen will.

Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt der Stadtplanung in Donaufeld. Es hängt von der Siedlungsstruktur ab, ob die BewohnerInnen lieber per Rad, zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs sind, zusätzlich bestimmt die Zugänglichkeit von Verkehrsmitteln die Wahl (Univ.-Prof. Dr. Thomas Macoun, TU Wien).

Lt. Prospekt „13 Zielgebiete der Stadtentwicklung“ soll das Donaufeld durch verbesserte Infrastruktur und wachsenden Grünraum an Bedeutung gewinnen. Was wir absolut befürworten können, denn diese Maßnahmen dienen auf jeden Fall dem Klimaschutz. Bisher hat uns die Stadtplanung jedoch nicht von ihrem angekündigten Vorhaben überzeugen können. Alle seither entstandenen bzw. entstehenden Wohnbauten mit Ausnahme der Autofreien Mustersiedlung, schaffen Wohnraum ohne die Alternativen zum Auto attraktiv zu machen und ausreichend Grünraum zu erhalten, geschweige denn zu schaffen. Wenn bis zum Jahr 2013 den zusätzlich mehr als tausend Fahrgästen aus der Siedlung Grüne Schanze und von den Bombardier-Gründen die bereits jetzt schon überlastete Linie 26 als einziges Öffentliches Verkehrsmittel angeboten wird, werden viele das Auto für ihre Mobilität bevorzugen und die Donaufelderstraße, Fultonstraße und der Rest des Donaufelds wird im Verkehr ersticken. Nicht auszudenken wie stark der Ausstoß von klimaschädigenden Treibhausgasen und Luftschadstoffen  in diesem Gebiet anwachsen wird.

Wir haben den Eindruck, dass die Entscheidungsträger noch immer nicht erfasst haben, dass es in punkto Klimaschutz schon Fünf vor Zwölf bzw. eigentlich schon Zwölf ist. Die Donaufelder Verkehrsinitiative wird mit allen Mitteln die entsprechenden Politiker und Stadtplaner immer wieder daran erinnern.